Jana Klabunde

Jana Klabunde, wie kann der Traum der Unternehmensgründung wahr werden?

Jana Klabunde

Mit einem eigenen Konzept im Kopf, etwas Glück und viel Selbstvertrauen, fand Jana einen Platz für ihre Konditorei und Café Goldstück mitten in Korbach. Die 28-Jährige erzählt im Interview von der Projektidee bis zur Eröffnung des Lokals, über ihre Karriereerfahrungen und gibt goldene Tipps.
Jana Klabunde

Ich bin: Konditor-meisterin

Liebe Jana, du hast eine Ausbildung zur Konditormeisterin abgeschlossen. Warum hast du diesen Beruf gewählt?


Schon im Kindesalter habe ich leidenschaftlich gern mit meiner Mutter und Oma gebacken. Kreativität war immer meine Stärke: ob basteln, etwas einrichten, herstellen oder Geschenke verpacken. Ich habe eine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin in Hamburg begonnen und dabei festgestellt, dass ich nicht im Büro arbeiten möchte. Mir wurde klar, dass ich nicht nur angestellt sein wollte und habe dann den Konditor-Meister gemacht, weil ich in diesem Beruf meine Kreativität ausüben und gleichzeitig den Menschen Freude bereiten kann.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen, die Konditorei und Café Goldstück zu eröffnen?


Während meiner Ausbildung war mir bereits klar, dass ich eines Tages meine eigene Konditorei haben möchte. Leider sind die Arbeitsbedingungen in dieser Branche nicht ganz optimal. Viele Menschen müssen lange und hart arbeiten und bekommen dafür wenig Gehalt. Mit meiner Konditorei möchte ich beweisen, dass Arbeit Spaß macht und auch fair sein kann. Endlich kann ich meine Ideen in die Praxis umsetzen.

 

Wie lange hat es von der Projektidee bis zur Einrichtung der Konditorei gedauert?


Vom Moment, als mir die Maklerin die Immobilie angeboten hat, bis zur Eröffnung von Goldstück sind etwa 8 Monate vergangen. In gewisser Weise ging das sehr schnell: Ich habe einen Businessplan erstellt, um eine Förderung zu erhalten. Das Förderprogramm Leader Nordhessen hat mein Projekt direkt für gut befunden. Regionale Projekte sind dort im Allgemeinen gut angesehen. Mein Plan ist es, so regional wie möglich einzukaufen, irgendwann Personen auszubilden, die das Handwerk weitergeben können und mit einem modernen Lokal die Altstadt zu beleben.

 

Die Konditorei wurde neulich in der Nikolaistr. 2 eröffnet. Warum hast du dich dafür entschieden, ein Lokal in Waldeck-Frankenberg aufzumachen?


Ich bin in Korbach geboren und aufgewachsen. Außerdem habe ich ein Jahr lang in Hamburg gelebt und liebe diese Stadt immer noch. Aber trotzdem habe ich gemerkt, dass ich hier hingehöre. Ich kenne mich gut aus, kenne viele Menschen und weiß, wie man mit Jung und Alt umgeht. Meine ganze Familie und Freunde leben in Waldeck-Frankenberg und unterstützen mich in allem. Ohne sie wäre alles noch viel schwieriger gewesen. Deshalb stand für mich auch schnell fest, wenn ich etwas aufmache, dann hier in Korbach oder der Umgebung.

 

Welche Tipps hast du für junge Leute, die ein Unternehmen gründen wollen und nicht wissen, wie sie vorgehen sollen?


Seid einfach frech, recherchiert viel, fragt immer und überall nach und nehmt so viel Beratung mit, wie ihr bekommen könnt. Lasst euch nicht verunsichern! Ihr solltet wissen, was ihr wollt und euer eigenes Konzept schon gut im Kopf haben. Bei mir ging das alles schnell, da ich mein Konzept schon in meiner Ausbildung entwickelt habe. Es geht nicht darum, welche Lampe man benutzt oder sich auf Kleinigkeiten zu konzentrieren, sondern darum, sich bewusst zu machen, was wirklich wichtig ist. Ich glaube, dass es letztendlich reicht, ein Ziel, viel Geduld und Ausdauer zu haben.

Jana Klabunde

Jana Klabunde

Jahrgang: 1994
Ausgebildet wurde ich in: in Marburg bei der Konditorei Vetter
Meine Meister habe ich in: Kassel und Iserlohn absolviert
Aktuell arbeite ich in meiner eigenen kleinen: Konditorei & Café Goldstück
Meine Heimat ist: Korbach
Meine Zuhause ist: meine Familie
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Magazin

Interviews, Wissen und Erfahrungen:
Menschen, die in Waldeck-Frankenberg leben
oder arbeiten, erzählen von ihren Karrieren.