Ein Reisebericht – von New York über Kuba nach Mexico

NETWORK: Anfang Februar seid ihr zu eurer Reise aufgebrochen. Welche Länder habt ihr auf eurem Trip besucht?

Johanna: Unsere Reise begann in den New York. Nach ein paar Tagen in den USA sind wir anschließend für zwei Wochen nach Kuba geflogen. Im Anschluss waren wir in Panama und sind danach drei Wochen durch Mexiko gereist.

NETWORK: Wo hat es euch am besten gefallen?

Jana: Uns beiden hat es in Panama am Besten gefallen. Das Land ist sehr klein, somit kann man die meisten interessanten Punkte schnell erreichen. Auch von der Vielseitigkeit des Landes sind wir beeindruckt. Man kann entweder in Panama City Sightseeing machen, an den vielen Strände die Seele baumeln lassen oder aber einen Trip in den Dschungel unternehmen. Wir haben dort nette Leute kennengelernt, die wir während unseres Aufenthaltes immer wieder getroffen haben, obwohl wir unsere Reiserouten unabhängig voneinander geplant hatten.

NETWORK: Wie sah ein durchschnittlicher Tag während eurer Reise aus?

Johanna: Das war von Land zu Land unterschiedlich. Wir sind meistens immer gegen Abend an unserem nächsten Reiseziel angekommen. Den ersten Tag haben wir dann genutzt, um das Umfeld zu erkunden und uns einen Eindruck von der Umgebung zu verschaffen. Abends nach dem Essen haben wir geplant, wie es weitergehen kann. Selbstverständlich mussten wir uns auch immer um neue Unterkünfte kümmern und uns über die Reisemöglichkeiten zu unserem nächsten Ziel informieren. Je länger man an einem Ort bleibt, umso entspannter lässt es sich reisen, da man sich nicht jeden Tag Gedanken um die genannten Punkte machen muss.

NETWORK: Bevor es losgehen konnte, musste alles zumindest grob geplant werden. Was hat euch besonders geholfen an Informationen zu kommen?

Jana: Geplant haben wir im Vorfeld wenig. Wir haben unsere Reiseziele festgelegt und die Flüge gebucht. In den verschiedenen Ländern haben wir uns immer spontan entschieden, welche Orte wir besuchen möchten. Freunde von uns haben einige unserer Reiseziele bereits bereist und konnten uns erste Informationen liefern. Die Internetseite des auswärtigen Amtes ist kompakt und bietet einen guten Überblick über die wichtigsten Informationen eines jeden Landes. Dort erfährt man beispielsweise, welche Impfungen wichtig sind und von welchen Orten man sich besser fernhalten sollte. Für das Beantragen von Visa oder ähnlichen Dokumenten können wir ein Besuch im Reisebüro empfehlen. Wichtig ist auch, dass man sich über seine Finanzen im Vorfeld Gedanken macht. Man sollte immer mindestens zwei Zahlungsmittel zur Verfügung haben. Eine Kreditkarte ist hilfreich, aber auch Bargeld sollte man bei sich tragen, falls die Technik im Ausland mal versagt.

NETWORK: Auf welche Probleme seid ihr während eurer Reise gestoßen?

Johanna: Das größte Problem war die Sprachbarriere. In den meisten Ländern, die wir bereist haben, haben die Menschen spanisch gesprochen. Mit der Vorstellung, dass wir mit unseren englischen Kenntnissen zurecht kommen, lagen wir falsch. Gerade in Kuba haben die Menschen selten auch nur das einfachste Englisch gesprochen, sodass wir uns oftmals mit Händen und Füßen verständigen mussten. Auch die Eigenheiten der verschiedenen Völker haben uns ab und an kleine Probleme bereitet. So gibt ein Mexikaner lieber eine falsche Antwort, als gar keine Antwort, was zur Folge hatte, dass wir beispielsweise auch mal länger auf der Suche nach dem richtigen Bus zum nächsten Reiseziel waren. Ein besonderes Problem hatten wir in Kuba. Dort gibt es zwei Währungen. Eine Währung für die Einheimischen und eine für die Touristen. Am besten informiert man sich hierüber vorher im Internet, um sich vor Touristenabzocke zu schützen.

NETWORK: Welche Reiseerfahrung ist für euch besonders wertvoll?

Jana: Wenn einmal etwas nicht klappt, sollte man das viel entspannter sehen. Wir Deutschen sind so gestrickt, dass wir uns in einem solchen Fall schnell aufregen. Ändern können wir aber an der Sache dadurch in vielen Fällen nichts mehr. Gerade wenn man beispielsweise ein Reiseziel nicht erreichen kann, tun sich dadurch wieder neue Chancen und Möglichkeiten auf, an welche man vorher gar nicht gedacht hat.

NETWORK: Wenn ihr künftigen Backpackern drei Tipps mit auf den Weg geben könntet, welche wären das?

Johanna: An dieser Stelle kann ich das bereits Gesagte nur noch einmal wiederholen. Als wir uns einmal aufgeregt haben, sagte ein Kubaner zu uns:”Chill, drink a beer and relax.” Entspannt bleiben in allen Lagen, das ist wichtig. Man sollte sich auch mit anderen Backpackern austauschen, da man Informationen über neue Reiseziele oder ähnliches erhält. Für den Transport von Kleidung empfehlen wir Vakuumbeutel, diese bieten zum einen die Möglichkeit alles in einem kleinen Format zu transportieren und zum anderen kann man mit diesen Beuteln hervorragend Ordnung im Rucksack halten.

Zur Person:

Johanna Emde, geboren 1992, absolvierte ihr Abitur 2013 am beruflichen Gymnasium in Korbach. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Bamberg und einem Praktikum bei der Deutschen Bahn AG in Augsburg, absolviert sie zurzeit ihren Master in Unternehmensführung an der Universität Göttingen.

Zur Person:

Jana Freund, geboren 1992, verließ im Jahr 2012 die Alte Landesschule mit dem Abitur und studierte im Anschluss Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre in Bamberg. Nach ihrem Bachelor sammelte sie Praxiserfahrung bei einer Unternehmensberatung und absolvierte ein Praktikum in Köln. Nun beginnt sie ihren Master an der Fachhochschule Osnabrück.